Das Elsaß ist ein schmaler Landstrich zwischen den grünen Vogesen und dem Rhein. Es ist seit alters her ein fruchtbares und heiß begehrtes Fleckchen Erde. Die 8310 qkm waren bereits in der Jungsteinzeit und dann später auch bei den Kelten und Römern besiedelt. Ludwig XIV soll gesagt haben:"Welch ein schöner Garten!". Zwischen 1870 und 1945 haben die Bewohner insgesamt viermal ihre Nationalität und folglich auch die Amtssprache gewechselt, wen wundert es also, dass es sowohl den Franzosen als auch den Deutschen hier alles sehr bekannt vorkommt. Zu den klassischen elsässischen Verbindungen von Wein und Speisen gehört natürlich Sauerkraut in Riesling gekocht. 
Bereits im ersten Jahrtausend vor Christus lebten am Oberrhein Kelten, die Weine anbauten, dann folgten dann Römer. Hiervon zeugen heute Funde von Traubenkernen und Holzfässern (Kelten) sowie Steinreliefs mit Traubenabbildungen aus der Zeit des römischen Legionärslagers Argentoratum. Zu Beginn der Völkerwanderung kam es zu einem Stillstand, da die Hunnen unter Attila die Rebgärten und Weinberge um 450 n. Chr. verwüsteten. Chroniken aus dem 6. Jh. belegen dann wieder regen Weinanbau, wie wir den Berichten Gregors von Tours aus dem Jahre 589 entnehmen können. Bereits im 9. Jh. kam der Ban de Vendanges / Bannrecht zum Tragen, der Traubendiebstahl bestrafte, ein klares Indiz für die Qualität. Der Bauernkrieg (1524) und der 30-jährige Krieg (1622) fügten dem Weinanbau im Elsass starke Schäden zu, damals verschwanden 36 Winzerdörfer vollkommen. Auf Geheiß Ludwigs XIV kamen dann französische Winzer in den Elsass und bepflanzten die Weinberge neu mit neuen und besseren Sorten. Zu Zeiten als das Elsass deutsch war, wurden lediglich billige Verschnittweine und Süßweine produziert; die Deutschen waren nicht so weingenusssüchtig wie die Franzosen. Auch heute noch sind die meisten Deutschen eher die „Billigtrinker“, die den Edelzwicker bevorzugen. Neben zum Teil barriqueausgebauten Pinot Noirs gehören zu den Besonderheiten: Vendange Tardives (Spätlese) sowie die Sélection de Grains nobles (Trockenbeerenauslese). Mit Grand Cru werden speziell klassifizierte Spitzenlagen bezeichnet, wobei andere Bezeichnungen wie z.B. Réserve oder Sélection Spécial haben keinerlei gesetzlich definierte Bedeutung. Traditionsgemäß werden im Elsass mehr Weißweine ausgebaut. Erstmals wurde Mitte des 16. Jh. die Tokayer-Rebe erwähnt. Diese wurde durch den Oberst Lazarus von Schwendi (1522-1584) nach seinem Feldzug gegen die Türken aus Ungarn mit eingeführt. Der Tokay d‘Alsace wird jedoch aus Ruhländer (Pinot Gris) gewonnen. 1929 wurde ein Abkommen zwischen Ungarn und Elsass getroffen, das die irreführende Bezeichnung Tokay d’ Alsace nicht mehr verwendet werden sollte. Der ungarische Tokayer/Tokajer wird aus der Furmintrebe gewonnen und ist feuriger. Am 2. November 1945 wurde ein AC-Gesetz erlassen, das die Bezeichnung Tokay d’Alsace wieder zugelassen hat. Zu den wichtigen Rebsorten des Elsass gehören:
- Riesling: Diese Spitzensorte umfasst ca. 22 % des gesamten Anbaus. Erstmals erwähnt wurde sie 1644.
- Gewürztraminer: 19 % der gesamten Weinproduktion umfasst heute der Gewürztraminer, der 1551 in Straßbourg erstmals erwähnt wurde. Diese Rebsorte entfaltet ihre wahre Fülle auf tonhaltigen Böden. Früher nannte man diese Rebsorte auch gerne „Schwarze Lampers“ was auf eine Herkunft aus der Lombardei deuten könnte.
- Pinot Gris: 1750 wurde die für den Tokay d’ Alsace verwendete Rebsorte erstmals erwähnt. Es handelt sich genau genommen um die Rebsorte Ruhländer, die nicht mit der ungarischen Rebsorte identisch ist. Die beiden haben ein frisches Bouquet.
- Muscat: Der Rebflächenanteil beträgt zwar nur 3 %, dennoch ist die Muscat-Rebsorte eine der renommiertesten, die bereits im Mittelalter bekannt war.
- Pinot Noir: Diese einzige Rotweinsorte im Elsass umfasst 7% der Rebfläche. Vielfach wird er als Rosé-Wein ausgebaut.
- Pinot Blanc: Mit 20% Rebanteil findet man den weißen Burgunder vornehmlich auf Kalkböden. Erste Belege für diese Rebsorte findet man bereits im 17. Jh.
- Silvaner: 17,5% der elsässischen Rebfläche.
- Chasselas: Obwohl diese Rebsorte erst im 18. Jh. erwähnt wurde, geht man heute davon aus, dass sie bereits sehr viel länger im Elsass angebaut wird. Sie hat heute nicht mehr die Bedeutung (Rückgang von 10% auf 2%). Die deutsche Bezeichnung „Gutedel“ mag noch als Indiz für ihre Qualität genommen werden, wobei sie heute im Elsass als Konsumsorte für den Verschnitt von Edelzwicker eine Rolle spielt.
Das Wort „Zwicker“ bedeutet „Verschnitt“ und meinte ursprünglich einen Verschnitt von Silvaner, Chasselas und Pinot zum Edelzwicker. Das Wort „Edelzwicker“ bezeichnet den Verschnitt weißer Rebsorten, wobei eine Schrift aus dem 17. Jh. besagt, dass hier edel und unedel miteinander verschnitten würden. Gemäß den Weingesetzten wird ansonsten im Elsass sortenrein ausgebaut, im Gegensatz zu anderen Weinregionen, wie z. B. Bordeaux. Da der „Verschnitt“ hier gesetzlich vorgeschrieben ist, hat dies Auswirkungen auf das Vokabular, hier heißt es „assemblage“, sprich Vermählung.
Zu den Grand Cru Lagen des Elsass zählen (von Nord nach Süd): Steinklotz, Altenberg de Bergbieten, Altenberg de Wolxheim, Bruderthal, Kirchberg de Barr, Cotzenberg, Kastelberg, Wiebelsberg, Moenchberg, Muenchberg, Binsenberg, Frankstein, Praelatenberg, Goeckelberg, Altenberg Bergheim, Kanzlerberg, Geisberg, Kirchberg de Ribeauvillé, Usterberg, Rosacker, Froehn, Sporen, Sonnenglanz, Mandelberg, Marckrain, Mambourg, Furstentum, Schlossberg, Wineck-Schlossberg, Sommerberg, Florimont, Schönenbourg, Brand, Hengst, Steingrubler, Eichberg, Pfersigberg, Hatschbourg, Goldat, Steinert, Vorbourg, Zinnkoepflé, Pfingstberg, Spiegel, Kessler, Kitterlé, Saering, Ollwilla und Rangen.

Neben den Weinen darf der Crémant d’ Alsace nicht vergessen werden. Die elsässische Tradition des Schaumweines ist gut 100 Jahre alt. Seit dem 24. August 1976 gibt es den AOC für Crémant. Die zugelassenen Rebsorten sind: Pinot Blanc, Auxerrois, Riesling, Pinot Noir und Pinot Gris. Der Crémant muss mindestens 9 Monate in der Flasche auf der Hefe reifen.
Wer die Weine des Elsasses erleben möchte, dem sei die Route du Vin zwischen Marlenheim im Norden und Thann im Süden empfohlen. Wenn man alle Kurven und Abzweigungen mitzählt, so kommt man schnell auf über 200 km.

Zu den bekanntesten Spezialitäten aus dem Elsass zählen mit Sicherheit der Zwiebelkuchen und das Flammküchle. Nicht vergessen werden sollte aber auch die Gänseleber, ob nun als Terrine (cuit, mi-cuit) oder heiß. Das Sauerkraut (Choucroute) wird im Elsass sowohl mit Wurst als auch mit Fisch genossen. Eine weitere Spezialität ist Zander im Riesling.
Elsässer Sauerkraut (Rezept) 1,5 Kilo Sauerkraut 2 Zwiebeln 100g Gänseschmalz 1 Knoblauchzehe 1 Blaubeerblatt 4 Nelken 10 Wachholderbeeren 5 Koreanderkörner ¼ Liter Riesling
Als Beilagen: 600g gesalzenes und geräuchertes Schweinefleisch von der Schulter 400g geräucherter Schweinespeck 8 Leberknödel 6 Straßbourger Würstchen 1 gepökelte Schweinehaxe 8 Kartoffeln Das Sauerkraut waschen und gut auspressen, die Zwiebeln feinhacken und in einem großen Topf im Schmalz glasig dünsten, dann das Kraut hinzugeben, Gewürze und Wein darauf gießen und die Fleischstücke oben auflegen und eine Stunde köcheln lassen. Dann die geschälten Kartoffeln dazugeben und weitere 30 Minuten dämpfen lassen. Zum Schluss kommen die Würstchen und der Leberkäse hinzu und das ganze gart noch einmal 15 Minuten.
Oder alternativ: 800g Filet von frischen Süßwasser und/oder Salzwasserfischen 4 Garnelenschwänzen 100g Butter 4 kleingehackte Charlotten 20 cl Crème Fraîche Wählt man die Fischvariante, so wird das Sauerkraut wie üblich gekocht. Dazu etwas Essig und 20 cl Crème Fraîche. Die Fischfilets und die Garnelen werden in Salzwasser pochiert und dann auf dem Sauerkraut angerichtet. 
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