Trinklied

  1. Was ist das für ein durstig Jahr! Die Kehle lechzt mir immerdar, die Leber dorrt mir ein.
    ¦:Ich bin ein Fisch auf trocknem Sand,:¦ ich bin ein dürres Ackerland:
    O schafft mir, schafft mir Wein! o schafft mir Wein! o schafft mir, schafft mir Wein!

  2. Was weht doch jetzt für trockne Luft! Kein Regen hilft, kein Tau, kein Duft, kein Trunk will mir gedeihn.
    ¦:Ich trink' im allertiefsten Zug,:¦ und dennoch wird mir's nie genug,
    fällt wie auf heissen Stein, auf heissen Stein, fällt wie auf heissen Stein.

  3. Was herrscht doch für ein hitz'ger Stern! Er zehrt mir recht am innern Kern und macht mir Herzenspein.
    ¦:Man dächte wohl, ich sei verliebt,:¦ ja,ja, die mir zu trinken giebt,
    soll meine Liebste sein, die Liebste sein, soll meine Liebste sein!

  4. Und wenn es euch wie mir ergeht, so betet, dass der Wein gerät, ihr Trinker insgemein!
    ¦:O heil'ger Urban, schaff uns Trost!:¦ Gieb heuer uns viel edlen Most,
    dass wir dich benedein, dich benedein, dass wir dich benedein.

Neue Seite 2

Klicken Sie auf das Lautsprechersymbol, um das Musikstück abzuspielen.





  Zitat


Zu viel kann man wohl trinken, doch nie trinkt man genug.

(Gotthold Ephraim Lessing)